Färben mit Rinden – Weide, Robinie und Ulme

Nur ein kleiner Blogpost bevor es los geht, in den Urlaub mit der Familie. Uckermark und Prignitz, die Mark Brandenburg. Dort werde ich einiges an Pflanzenmaterial zum Färben finden.

Hier in Berlin wurden die letzten Woche viele Bäume beschnitten. Dabei fällt viel Rindenmaterial an. Also habe ich mich an der Robinie (Robinia pseudoacacia) versucht, die ich in keinem Färberbuch finden konnte. Was mir eine Ahnung hätte geben können. Die Farben wurden so lasch, dass ich zuerst enttäuscht war. Aber am nächsten Tag fand ich sie wunderschön in ihrer Zartheit. Ich mag die Robinie, hier links auf dem Bild.

Auch die Ulme direkt vor unserem Haus wurde beschnitten. Nach Jenny Dean sollte die Ulmenrinde (Ulmus minor) schöne Aprikosentöne geben. Aber leider nicht diese. Es könnte auch am harten Berliner Wasser liegen, dass ich nur Beige-Töne erreichen konnte. Trotzdem freue ich mich darüber, denn ich mag die Ulme vor dem Balkon sehr.

Im Juni in der Prignitz fand ich auf einem verlassenden Grundstück eine vom Sturm umgeworfene sehr alte Weide (Salix). Sie muss sehr imposant gewesen sein und sehr, sehr alt. Sie hatte einen massigen Stamm. Er war etwa 180 cm über dem Boden umgebrochen und ich konnte mir das zersplitterte Herzholz anschauen. Es war sehr rot (Braunfäule?). Ich Schnitt mir ein paar Äste in der Nähe der Krone. Die Rinde ergab wunderbare Rosa- und Grau-Töne. Eine ware Freude. Vielleicht muss ich die Weide nochmals besuchen und noch mehr Rinde ernten. Leider hatte ich auch keine Kamera mit, so ein schöner Baum.